Corona-Virus: Friseursalons werden ab Mittwoch geschlossen

Update vom 30. März 2020: Ministerpräsident Markus Söder hat die Verlängerung der am 16. und 20. März angeordneten Maßnahmen verkündet. Damit müssen in Bayern Friseurdienstleistungen bis mindestens 19. April 2020 unterbleiben. Dies gilt auch für mobile Friseure und das Reisegewerbe.

Friseurbetriebe in Bayern werden ab Mittwoch bis voraussichtlich 30. März geschlossen bleiben. Wegen der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Bayern stark eingeschränkt. Wie das Bayerische Wirtschaftsministerium und die Bayerische Staatskanzlei gegenüber dem LIV schriftlich am Montag erklärt hat, gilt die Schließung auch für Friseurbetriebe. Dies ist der Stand von Montag, 16. März 2020, um 12:05 Uhr.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern das öffentliche Leben im Freistaat stark ein. „Wir rufen den Katastrophenfall aus“, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in München. „Das gilt ab jetzt zu diesem Zeitpunkt.“
Oberstes Ziel sei der Schutz der Bevölkerung. Hier gilt es, die „soziale Kontakte auszudünnen, das öffentliche Leben zu verlangsamen“.
Dazu gehört auch der Besuch von Friseursalons in Bayern. Daher werden am Mittwoch, 18. März, im Freistaat Geschäfte geschlossen, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind.

„Der Schutz der Bevölkerung geht uns alle an“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser in einer ersten Stellungnahme. „Wir stehen in intensiven Kontakt mit unseren Innungsbetrieben und den politisch Verantwortlichen, um die schwere Krise gemeinsam zu meistern. Wir bitten alle bayerischen Friseure einen kühlen Kopf zu bewahren und keine Panik zu verbreiten. Ruhig, konzentriert und sachorientiert werden Verband und angeschlossene Innungen Informationen aufbereiten und zeitnah informieren. Unser Team arbeitet rund um die Uhr.“

Hier Tipps, um die Ansteckung einzudämmen:
Das neue Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Das Virus wird via Tröpfcheninfektion bei direktem Kontakt mit Infizierten weitergegeben, zum Beispiel durch Husten oder Niesen.
80 Prozent aller Infektionskrankheiten werden über die Hände verbreitet. Im Schnitt fassen wir uns alle vier Minuten ins Gesicht, häufig mit ungewaschenen Händen. Die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Viren und Bakterien aller Art ist deshalb: Hände gründlich und oft waschen! Und zwar mindestens 20 Sekunden lang – auch zwischen den Fingern. Eine Eselsbrücke ist, zweimal im Kopf „Happy Birthday“ zu singen. Damit die Hände nicht rissig werden, sollte man sie auch ab und zu eincremen. Niesen und husten Sie in die Armbeuge und nicht in die Hand. Verwenden Sie bei Schnupfen Einmaltaschentücher und keine Stofftücher. Entsorgen Sie die Taschentücher in der Toilette oder in einem Mülleimer mit Deckel.