Landesinnungsverband kooperiert mit Friseurklassifizierung

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Heidrun Barbie, GF Friseurklassifizierung, übergibt Landesinnungsmeister Christian Kaiser symbolisch das Sterneschild.

Ihre Kooperation bekräftigt haben jüngst der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und die Friseurklassifizierung Deutschland. Den rund 3800 Mitgliedsbetrieben der im bayerischen Verband organisierten Innungen sichert dies einen preislichen Vorteil, wenn sie ihre Salons klassifizieren lassen. „Mit der Sterneklassifizierung können sich Salons von Mitbewerbern abheben. Für Kunden und Fachkräfte liefert die Klassifizierung eine erste Orientierung. Gerne stellen wir unseren Mitgliedern das Konzept der Klassifizierung vor und sichern ihnen durch die Kooperation einen finanziellen Vorteil“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser die Eckpunkte der Zusammenarbeit heraus.

Bereits nach den ersten Monaten 2016 kann Heidrun Barbie, Geschäftsführerin der Friseurklassifizierung Deutschland, eine erste überaus positive Zwischenbilanz ziehen. „Die Friseurklassifizierung wird von den Friseuren nahezu durchgängig positiv aufgenommen. In kürzester Zeit haben über 120 Salons nach den Sternen gegriffen – und sind nun klassifiziert. Immer mehr Salons nutzen inzwischen die Möglichkeit, sich positiv von Mitbewerbern abzugrenzen.“

Das Thema der Klassifizierung und das Bedürfnis, das Image und den Stellenwert des Friseurs zu verbessern, stehen schon lange „in den Sternen“ von Heidrun Barbie. Mit ihrem neuen Projekt, der Friseurklassifizierung Deutschland, ist es nun endlich möglich: mit der Klassifizierung kann sich der Friseur nach außen dem Kunden und nach innen den Mitarbeitern gegenüber besser und leistungsgerechter positionieren. Wie heißt es doch so schön: „Tu‘ Gutes und sprich darüber!“ – und genau das passiert nun und zwar auf neutrale, firmenunabhängige Weise.

Sterne für Friseure, wer braucht die eigentlich?

Gegenfrage: Sterne für Hotels, wer braucht die? Jeder, der unterwegs übernachtet, weiß es – sie geben eine Orientierung für Gäste. Und die Hotelbesitzer begeben sich in eine Art Ranking-Wettbewerb mit anderen Betrieben, auf dem Feld sachlicher und für jeden nachvollziehbarer Kriterien.

Das ist auch die Idee der Friseurklassifizierung Deutschland. Der Verein, 2009 in Köln gegründet und ohne eigene wirtschaftliche Interessen, versteht sich als Partner der Friseure und hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein objektives und für alle Marktteilnehmer transparentes Klassifizierungsverfahren einzuführen. Am Ende eines Verfahrens steht die Verleihung von einem bis zu fünf Sternen.

Und Sterne bringen eindeutige Vorteile – alle bisher klassifizierten Friseurbetriebe haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Hans-Knut Thoma aus Bad Kissingen bringt es auf den Punkt: „Sterne gehen immer“, womit er die Akzeptanz bei Kunden meint, denen diese einfache Art einer Bewertung aus anderen Lebens­bereichen vertraut ist. Kundennähe und Imageverbesserung sind die Punkte, die in diesem Zusammenhang zuvörderst zu nennen sind. Und Sterne grenzen natürlich auch ab von den „schwarzen Schafen“ der Branche, was dieser wiederum eine Imageverbesserung beschert. Ein weiteres  „Nebenprodukt“ ist die erhöhte Nachfrage von Kundenseite – nachdem der klassifizierte Betrieb die Verleihung der Sterne in seinem Umfeld kommuniziert hat, setzt die Nachfrage von potenziellen Neukunden ein.

Das Verfahren selbst ist unkompliziert: Interessenten laden sich den Erhebungsbogen aus dem Internet herunter (www.friseurklassifizierung-deutschland.de) oder lassen ihn sich per Post zukommen, füllen ihn aus (Hilfestellung gibt die Telefonhotline: 0180 5015088) und schicken ihn per Post an die Friseurklassifizierung. Dann erfolgt nach Absprache ein Prüfbesuch und anschließend werden die Sterne verliehen und Schilder, Aufsteller für die Rezeption, Zertifikat und eine Marketingbroschüre mit CD-ROM zugesandt.

„Ich mache nur mit, wenn ich 5 Sterne bekomme“, hört man bei der Friseurklassifizierung immer wieder mal. „Ein Stern ist besser als keiner“, sagt man dort. Im übrigen haben knapp 60 % der klassifizierten Hotels drei und nur 1,6 % fünf Sterne. Hätten Sie das gedacht?