Neuer Entgelt-Tarifvertrag für Bayerns Friseure

 

Lohntarif2015

Auf einen neuen Entgelt-Tarifvertrag für Bayerns Friseure einigte sich die Tarifkommission des Landesinnungsverbandes mit den Vertretern von ver.di Landesbezirk Bayern. Der Tarifvertrag schließt nahtlos an den Vorgängervertrag an und läuft über 30 Monate. Die Tarifpartner haben beantragt, dass der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird, und somit die kontinuierliche Tarifpolitik des bayerischen Friseurhandwerks fortgesetzt wird. Der gedruckte Tarifvertrag wird im Februar mit der Verbandszeitschrift LIV direkt an alle Mitgliedsbetriebe versandt. Im passwortgeschützten Mitgliederbereich ist er bereits als PDF einsehbar.

Entgelt-Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

Fotoshooting TAP 207

Für allgemeinverbindlich erklärte der Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium den Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Damit haben rund 27.300 Beschäftigte in über 8.840 bayerischen Friseurbetrieben rückwirkend zum 1. April 2013 einen Anspruch auf die tarifvertraglich geregelten Stundenlöhne. „Der Tarifvertrag gilt ohne Ausnahme für alle mit friseurhandwerklichen Arbeiten betrauten Mitarbeiter in bayerischen Friseursalons“, stellt Landesinnungsmeister Andreas Popp klar. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie über einen deutschen Berufsabschluss verfügen oder nicht. Für Vollzeitbeschäftigte beträgt der monatliche Mindestlohn damit 1.338 €, Gesellen verdienen von 1.359 € aufwärts. Wer im Salon Führungsverantwortung hat, darf sich auf ein Gehalt von mindestens 2.114,12 € freuen.

Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits von ihrer Innung erhalten oder können ihn dort anfordern. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.

Mitarbeiter im bayerischen Friseurhandwerk erhalten mehr Lohn

Amberg (12. November 2007) – Bis zu 4,7 Prozent mehr Gehalt beschert der jüngste Tarifabschluss des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Angestellten im bayerischen Friseurhandwerk. Damit liegt der tarifliche Mindestlohn für Gesellen ab dem zweiten Berufsjahr bei 7,66 Euro pro Stunde. Für Friseurmeister in verantwortlicher Stellung sieht der Tarifvertrag einen Stundenlohn ab 11,02 Euro vor. Der Tarifvertrag trat zum 1. November 2007 in Kraft und hat eine Laufzeit von 14 Monaten.

Erstmals enthält der Tarifvertrag eine Regelung zu leistungsbezogenen Entgelten. Dies eröffnet leistungsstarken Mitarbeitern bei entsprechenden Umsätzen Verdienstmöglichkeiten, die deutlich über ihrer Basislohngruppe liegen. Interessenten erhalten vom Landesinnungsverband ein Berechnungsmodell. Den Tarifabschluss wertet Landesinnungsmeister Andreas Popp als klare Absage an einen gesetzlichen Mindestlohn, der mit 7,50 Euro vorgeschlagen wurde. „Als Tarifpartner handeln wir verantwortungsvoll für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Eine Regelung der Löhne durch den Gesetzgeber lehnen wir ab“, stellte er anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes am Montag in Amberg fest. Aufgabe des Staates sei es vielmehr durch Kontrollen sicherzustellen, dass die Tarifentgelte nicht unterschritten werden. Der Verband werde daher wieder gemeinsam mit der Gewerkschaft die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages beantragen. Damit werden die erforderlichen Voraussetzungen für die Prüfbehörden geschaffen.