16 Friseurbetriebe treten Umweltpakt bei

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Aus der Hand von Umweltminister Dr. Marcel Huber empfingen 16 Friseurunternehmer die Teilnehmerurkunde für den Umweltpakt.

„Wir bayerischen Friseure unterstützen den Umweltpakt Bayern.“ Dies sicherte Landesinnungsmeister Christian Kaiser dem Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber zu. Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes in Straubing lobte Kaiser das Engagement der Friseure.

„170 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen bisher am Umweltpakt teil“, so Landesinnungsmeister Kaiser. Insgesamt beteiligen sich in Bayern mehr als 4.000 Unternehmen aller Branchen. 16 neue Friseurunternehmen haben vor kurzem ihre Teilnahme zugesagt. Umweltminister Dr. Marcel Huber überreichte ihnen beim Verbandstag in Straubing die Teilnehmerurkunden. „Bayern setzt auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Im Mittelpunkt steht der Einklang von Wirtschaft und Umweltschutz. Der Schutz unserer Umwelt ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Umweltpakt-Betriebe arbeiten hier vorbildlich und gehen mit gutem Beispiel voran.“ Seit 1999 nehmen bayerische Friseurbetriebe mit freiwilligen Umweltleistungen am Umweltpakt Bayern teil

“Umweltschutz rechnet sich für den Friseur. Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand. Durch die Umstellung der Beleuchtung im Salon etwa spart der Friseur Geld und hilft der Umwelt”, betonte LIV-Vorstandsmitglied und Botschafter des Umweltpakts Rudolf Reisbeck aus Leiblfing, Landkreis Straubing.

Ziel des Umweltpaktes ist es, mit einer auf das Friseurhandwerk abgestimmten Kriterienliste möglichst viele Salons zu motivieren, freiwillige Umweltschutzleistungen zu erbringen. Gut angenommen wird zudem der interaktive Branchen-Leitfaden mit konkreten Umwelttipps für Friseurbetriebe. Die umfangreichen Informationsmaterialien erleichtern vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in den betrieblichen Umweltschutz. In nahezu jedem Unternehmen können bis zu 50 Prozent Energie eingespart werden. Dabei sind es oft einfache Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen und gleichzeitig Kosten sparen: Eine LED-Lampe verbraucht bei gleicher Helligkeit etwa bis zu 90 Prozent weniger Energie als eine Glühlampe und bis zu 85 Prozent weniger als eine Halogenlampe. Landesinnungsmeister Kaiser: „Als Innung wollen wir helfen, Potenziale aufzuspüren. Denn jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist eine gute Kilowattstunde.”

Folgende Betriebe erneuerten ihr Engagement im Umweltpakt oder sind erstmals beigetreten. Sie erhielten in Straubing die Teilnehmerurkunde aus der Hand von Umweltminister Dr. Marcel Huber:

Frisierstube Edith, Marktrodach
Friseur Erntl, Fürstenzell
Friseurteam Eser, Aschaffenburg
Salon Günter Hartl, Deggendorf
Friseur Henneberger, Mainbernheim
Friseur Hertlein, Oberasbach
Herzog Friseure, Schwarzach
Friseur Legler, Ingolstadt
Friseur Team Popp, Stein
Friseursalon Reisbeck, Leiblfing
Friseur Schweiger, Wolfersdorf und Freising
Team Szilagyi GbR LeFigaro, Memmingen
Ute’s Frisierstube, Ebrach
Haarstudio Wieser, Mammendorf
Willy’s Frisurenstudio, Nördlingen
Zauner Frisuren, Reisbach

Online-Branchenleitfaden bietet Hilfe beim betrieblichen Umweltschutz

Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber (Mitte) mit LIV-Vorstandsmitglied Josef Wieser und LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb bei der Freigabe des neuen Online-Branchenleitfadens

 

Bayern will den betrieblichen Umweltschutz weiter voranbringen. Deshalb hat der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber das neue Internetprojekt „Online-Branchenleitfäden – Umwelttipps für Ihren Betrieb“ gestartet. „Umweltschutz rechnet sich für den Friseur. Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand. Durch die Umstellung der Beleuchtung in meinen Salons spare ich Geld und helfe der Umwelt“, betonte LIV-Vorstandsmitglied Josef Wieser anlässlich der Vorstellung des Branchenleitfadens.

Die Bayerische Staatsregierung hat spezifische Leitfäden im Rahmen des Umweltpakts Bayern entwickelt. Die umfangreichen Informationsmaterialien sollen vor allem kleineren und mittleren Unternehmen den Einstieg in den betrieblichen Umweltschutz erleichtern. Dabei sind es oft einfache Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen und gleichzeitig Kosten sparen: Eine LED-Lampe verbraucht bei gleicher Helligkeit etwa bis zu 90 Prozent weniger Energie als eine Glühlampe und bis zu 85 Prozent weniger als eine Halogenlampe. Umweltminister Huber: „In nahezu jedem Unternehmen kann bis zu 50 Prozent Energie eingespart werden. Wir wollen helfen, dieses Potenzial aufzuspüren. Denn jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist eine gute Kilowattstunde.“

Zum neuen Internetangebot unter www.izu.bayern.de (Infozentrum UmweltWirtschaft) gehört ein spezifischer Online-Leitfaden für Friseursalons und ein branchenübergreifender Leitfaden. Enthalten sind Checklisten zur Selbstüberprüfung und schnellerem Identifizieren von Handlungsmöglichkeiten, Hilfen zur pragmatischen Umsetzung rechtlicher Anforderungen oder Hinweise für den Aufbau eines systematischen betrieblichen Umweltschutzes. „Wir bieten den Unternehmen Hilfe zur Selbsthilfe: Der bayerische Weg für mehr Umweltschutz in den Betrieben setzt auf Kooperation und Freiwilligkeit. Das ist unser Erfolgsrezept für modernen und effektiven Umweltschutz“, so Huber. Umweltschutz rechnet sich laut Huber für die Betriebe und verbessert ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Minister Söder lobt Arbeit der bayerischen Friseure

Mit den Worten „Sie sind uns ein wichtiger Partner“ lobte Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks. „Bayern ist stolz auf sein Handwerk.“

Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth betonte der Minister die Mitarbeit der Friseure im Umweltpakt Bayern und in der Gesundheitsvorsorge. „Wir haben immer den Ansatz gehabt, Ökonomie und Ökologie miteinander zu verbinden.“ 332 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen am Umweltpakt teil. „Je mehr mitmachen, um so besser“, so der Minister, der den Umweltpakt fortführen will.

Im Gesundheitsschutz haben sich allein im vergangenen Jahr 850 bayerische Friseurbetriebe in 50 Schulungen über Arbeits- und Gesundheitsschutz unterzogen. Dank der guten Präventionsarbeit sanken die Haut- und Allergie-Erkrankungen bei den Friseuren in den vergangenen Jahren drastisch. „Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so Söder, der den Friseurmeister mit einem „Gesundheitsmeister“ verglich. Der Minister attestierte den bayerischen Friseuren: „Wir sind gute Partner.“

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder lobt die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks.

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder lobt die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks.

Markus Söder unterstützt Bayerns Friseure bei reduzierter Mehrwertsteuer

Der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder unterstützt die bayerischen Friseure bei ihrer Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen. Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth sagte der Minister: „Ich bin da sehr dafür. Es braucht eine grundlegende Überarbeitung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes.“ Möglicherweise würde das Absenken der Mehrwertsteuer am Ende sogar zu höheren Einnahmen führen. Söder lobte und betonte in diesem Zuge die hohe Ausbildungsbereitschaft des Friseurhandwerks, das damit vielen jungen Menschen eine Lebensperspektive biete. Um die Argumentation zu untermauern, überreichte der Landesinnungsverband dem Minister eine Studie der Uni Göttingen zum reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Die Studie sieht darin eine wirksame Maßnahme, um einer drohenden weiteren Verlagerung der Nachfrage in diesem sehr arbeitsintensiven und damit stark schwarzarbeitsgefährdeten Tätigkeitsbereich in die Schattenwirtschaft entgegenzuwirken.

„Das Friseurhandwerk ist eine ausbildungs- und beschäftigungsstarke Branche mit hohem Frauenanteil und vorbildlicher Integrationskraft. Andererseits kämpft sie mit einem hohen Anteil an umsatzsteuerbefreiten Kleinstbetrieben und Schwarzarbeit“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir wollen die Stärken des Friseurhandwerks ausbauen und die Probleme anpacken. Daher fordern wir, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen schnellstmöglich einzuführen.“

Die Studie „Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen – Auswirkungen auf das Handwerk“, wurde vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen herausgegeben.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.