Einigung beim Entgelt-Tarifvertrag für bayerische Friseure

Führten beim neuen Entgelt-Tarifvertrag die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite: Landesinnungsmeister Christian Kaiser (r.) und der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Michael Hunger

Auf einen neuen Entgelt-Tarifvertrag einigten sich der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und ver.di – Landesbezirk Bayern in den jüngsten Verhandlungen. Die Laufzeit des Vertrages ist von 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2020.
In dieser Zeit werden die Entgeltstufen in drei Schritten angehoben, erstmals zum 1. Juli 2018. 2020 knackt der Einstiegslohn für Gesellen und neue Mitarbeiter die symbolische Grenze von 10 Euro. In der höchsten Entgeltgruppe liegt das Tarifentgelt dann bei rund 2.920 Euro.
Nach dem Willen der Tarifparteien soll der Tarifvertrag für jeden der rund 22.000 in bayerischen Salons angestellten Friseure gelten. Daher wird beim bayerischen Arbeitsministerium der Antrag auf Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit gestellt.
Innungsmitglieder können im passwortgeschützten Bereich bereits auf den neuen Vertrag zugreifen. Zur Erinnerung: Das Passwort steht in der Januarausgabe der LIV direkt. Mit der nächsten Ausgabe der Verbandszeitschrift erhalten die Mitglieder den Tarifvertrag dann auch in gedruckter Form.

 

Tarifentgelte für Friseure steigen zum 1. Mai 2016

Mehr Geld gibt es für die Mitarbeiter im bayerischen Friseurhandwerk ab 1. Mai 2016. Zwischen 2,3 und 3 Prozent werden die Stundenlöhne angehoben. Das Einstiegsgehalt unmittelbar nach der Gesellenprüfung liegt dann bei knapp 1500 Euro. Für erste Kräfte beträgt das tarifliche Mindestentgelt über 2000 Euro. Der Tarifvertrag ist ab sofort für alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer verfügbar, die unter den Geltungsbereich des Vertrages fallen. Er kann mit diesem Formular beim Landesinnungsverband bestellt werden. Anfang Juni wird dann vom Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium entschieden, ob der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird. Die Erklärung kann rückwirkend erfolgen.

Innungsmitgliedern wurde ihr persönliches Exemplar des Tarifvertrages bereits im Februar mit der LIV direkt zugeschickt.

Tariflöhne für bayerische Friseure sind allgemein verbindlich

Bayerische Tarifverträge

Die Tarifverträge im bayerischen Friseurhandwerk gelten für alle Salons in Bayern.

Für allgemein verbindlich erklärte in seiner heutigen Sitzung der Tarifausschuss im bayerischen Arbeitsministerium den Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Er folgte damit im Grundsatz dem gemeinsamen Antrag der Gewerkschaft verdi und des Landesinnungsverbandes. Die Allgemeinverbindlichkeit gilt für alle Lohngruppen mit Ausnahme der Gruppe Ia rückwirkend ab 1. April 2011. Die Lohngruppe Ia ist ab 1. Dezember 2011 allgemein verbindlich. „Als bayerischer Landesinnungsverband treten wir für einen fairen Wettbewerb im Friseurhandwerk ein. Dazu gehören faire Löhne und das Einhalten von Lohnuntergrenzen. Die Allgemeinverbindlichkeit ist hierbei ein wichtiger Baustein. Wir begrüßen die Entscheidung des Tarifausschusses.“, so Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband, der die Entscheidung des Tarifausschusses persönlich entgegennahm.

Im ersten Gesellenjahr gilt nun für alle Friseure, die in Friseursalons in Bayern beschäftigt sind, ein tariflicher Mindestlohn von 7,62 Euro pro Stunde. Betriebsleiter in Betrieben mit ein bis vier Mitarbeitern haben einen Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,81 Euro.

Nach dem Tarifvertragsgesetz sind die Arbeitgeber verpflichtet, die für ihren Betrieb maßgebenden Tarifverträge an geeigneter Stelle im Betrieb auszulegen. Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits von ihrer Innung erhalten. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.