Verhandlungen zu Mindestentgelt-Tarifvertrag sollen kommen

Die Tarifsituation im deutschen Friseurhandwerk war zentrales Thema der Geschäftsführerkonferenz.

Es soll zu Verhandlungen über einen Mindestentgelt-Tarifvertrag für das Friseurhandwerk kommen, wenn es nach dem Willen der Landesgeschäftsführer der deutschen Friseure geht. In Berlin sprach sich die Geschäftsführerkonferenz des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks für die baldmögliche Aufnahme von Verhandlungen über einen Mindestentgelt-Tarifvertrag für das Friseurhandwerk aus. Auch der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks zeigte in Berlin Flagge. In Bayern gilt ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag, an den sich alle Arbeitgeber halten müssen. Die bayerischen Tarifverträge gibt es hier. „Dennoch müssen wir bei diesem Thema in Deutschland vorankommen, ohne den bayerischen Entgelt-Tarifvertrag zu gefährden. Dies hat der bayerische Vorstand klar vorgegeben“, so Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des LIV Friseure Bayern.
Ziel müsse es sein, die zerrissene Tarifsituation in der Branche zu beseitigen. Während es in einer Vielzahl von Bundesländern wie in Bayern aktuelle allgemeinverbindliche Tarifverträge gebe, seien manche Regionen praktisch oder tatsächlich tariflos, so die Meinung der Geschäftsführerkonferenz. Dies führe zu Wettbewerbsverzerrungen und Preisdumping. Das schade der Branche, seinen Beschäftigten und Unternehmern. Nach Vorschlag der Geschäftsführer soll die Verhandlungskommission breit aufgestellt werden und aus den Vertretern der Landesinnungsverbände bestehen. Dadurch könnten bestehende Tarifhoheiten unverändert gelassen werden. Der bayerische Landesinnungsverband kündigte seine aktive Mitarbeit in dieser Kommission an.

Foto-Dokumentation über die ZV-Mitgliederversammlung in Berchtesgaden

Ein wenig verspätet bringen wir unsere Foto-Dokumentation der Mitgliederversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks in Berchtesgaden. Der Landesinnungsverband war Gastgeber und Vorstandsmitglied Rudolf Reisbeck hat uns zahlreiche Fotos überlassen. Viel Spaß beim Klicken. Auf der Veranstaltung wurde LIV-Präsident Andreas Popp im Amt als Präsident des Zentralverbandes bestätigt.

LIV-Ehrenmitglied Leonhard Schießer verstorben

LIV-Ehrenmitglied Leonhard Schießer verstorben.

LIV-Ehrenmitglied Leonhard Schießer verstorben.

Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks trauert um sein Ehrenmitglied Leonhard Schießer. Der ehemalige Obermeister der Friseurinnung Bad Kissingen verstarb im Alter von 81 Jahren.

1954 legte Leonhard Schießer die Friseurmeisterprüfung ab. In der Innung Bad Kissingen engagierte er sich zunächst im Modefachbeirat und der Gesellenprüfungskommission. 1963 wurde er in den Innungsvorstand gewählt und übernahm 1969 das Amt des Obermeisters. Von 1984 bis 1996 gehörte er als Bezirksvertreter für Unterfranken dem Vorstand des Landesinnungsverbandes an. Ein besonderes Anliegen waren ihm die Wirtschafts- und Tarifpolitik. Er war Mitglied in der bayerischen Tarifkommission und im Wirtschaftsausschuss, dessen Vorsitz er 1991 übernahm. Als Delegierter zum Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks brachte er sich ebenfalls in die Arbeit des Wirtschafts- und Steuerausschusses ein.

Seine Verdienste um das Friseurhandwerk wurden in zahlreichen Ehrungen gewürdigt. Er erhielt die Goldenen Ehrennadeln des Landesinnungsverbandes und des Zentralverbandes. 1984 wurde Leonhard Schießer das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Das bayerische Friseurhandwerk gedenkt dem Verstorbenen in Dankbarkeit und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Gericht: Allgemeinverbindliche Tarifverträge gelten für alle erfassten Friseure

Allgemeinverbindliche Tarifverträge gelten für alle Friseurmitarbeiter des jeweiligen räumlichen Geltungsbereiches, unabhängig von der Mitgliedschaft des Arbeitgebers in der Innung.

Darauf weist der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks nach einem aktuellen Urteil hin, in dem es unter anderem auch um Beschäftigte einer Trierer Friseurkette in Bayern ging. In seinem Urteil gegen die Friseurkette hat das Sozialgericht Trier entschieden, dass dieses Unternehmen die Sozialabgaben auf der Grundlage der allgemeinverbindlichen Tarifentgelte berechnen und zahlen muss. Eine untertarifliche Entlohnung führe auch zur Nachentrichtung der Sozialbeiträge auf die vorenthaltene Differenz zum eigentlich geschuldeten Tariflohn.

Der für Bayern gültige, allgemein verbindliche Entgelt-Tarifvertrag kann hier bezogen werden. Außerdem ist der Tarifvertrag Bestandteil des Handbuch für Friseursalon mit weiteren aushangpflichtigen Gesetzen und vielen nützlichen Infos.

 

Andreas Popp wiedergewählt im ZDH-Präsidium

Andreas Popp wurde erneut ins ZDG-Präsidium gewählt.

Andreas Popp wurde erneut ins ZDF-Präsidium gewählt.

Erneut ins Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) wurde Andreas Popp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und Landesinnungsmeister in Bayern, ist auf dem Deutschen Handwerkstag in Bayreuth gewählt. Er vertritt dort nicht nur die Interessen des Friseurhandwerks mit seinen über 77.000 Friseurbetrieben, sondern auch die der Gesundheitshandwerke, die mit dem Friseurhandwerk gemeinsam eine Unternehmergruppe im ZDH bilden. Der ZV-Präsident will in der kommenden Wahlperiode von der Politik mehr Augenmerk für die dienstleistungsorientierten Handwerksberufe einfordern, deren Prosperität ganz besonders von einer ausgewogenen Sozialpolitik abhängig ist.

„Im Namen des Landesinnungsverbandes gratuliere ich Andreas Popp und freue mich, dass ein bayerischer Friseur die Geschicke des deutschen Handwerks mitbestimmt“, so stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Bundeskanzlerin Merkel sprach beim Deutschen Handwerkstag in Bayreuth. Foto: Andreas Harbach

Bundeskanzlerin Merkel sprach beim Deutschen Handwerkstag in Bayreuth. Foto: Andreas Harbach

Julia Schindelmann ist beste Jungfriseurin Deutschlands

Julia Schindelmann ist beste Jungfriseurin Deutschlands.

Julia Schindelmann ist beste Jungfriseurin Deutschlands

Der bayerische Friseurnachwuchs ist weiter auf Erfolgskurs. Im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW), der für das Friseurhandwerk in Hannover stattfand, siegte Julia Schindelmann aus Eibelstadt (Unterfranken) und ist damit beste Junggesellin 2010.

„Wir sind als bayerischer Landesinnungsverband sehr stolz, dass die beste Jungfriseurin Deutschlands aus Bayern kommt“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. Julia Schindelmann wurde in das LIV-Eliteprogramm „Auf den Weg nach oben“ aufgenommen. Einem ausgewählten Kreis von Jungfriseuren in Bayern bietet der LIV diese exklusive Förderung an. „Wir wollen mit diesem Programm jungen Friseuren zeigen, dass der Verband ihre bisherige Leistung würdigt. Mit hochwertigen Fachseminaren fördern wir ihr Können und ihre Motivation weiter“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Den zweiten Platz belegte Nadine Faber, Meiningen (Thüringen). Dritte wurde Elisabeth Feiertag, Mosbach (Baden-Württemberg). An dem Wettbewerb nahmen in der ersten Stufe alle ca. 14.000 Gesellenprüfungsteilnehmer eines Jahrganges teil. Die Besten mussten sich in mehreren Auswahlentscheidungen für den Bundesentscheid in Hannover qualifizieren, bei dem insgesamt 13 Akteure um den Sieg wetteiferten.

Der „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – PLW“ wird jedes Jahr in über 100 Ausbildungsberufen auf Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene durchgeführt. Teilnehmen kann, wer die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung in der Zeit vom Herbst des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt und als Prüfungsbester in der praktischen sowie in der Regel auch in der schriftlichen Prüfung mindestens mit der Note ‚gut’ bestanden hat. Julia Schindelmann hatte bereits den bayerischen PLW-Entscheid mit Bravour gemeistert. Unterstützung bei der Wettbewerbsvorbereitung erhielt sie von Kai-Uwe Steeg aus Würzburg/Gerbrunn, bei dem sie seit Abschluss der Ausbildung beschäftigt ist.

 

HAARE 2010: Letzter Auftritt des WM-Teams der Friseure vor der Weltmeisterschaft

Ihren letzten Auftritt vor der Weltmeisterschaft in Paris hat die deutsche Nationalmannschaft der Friseure auf der HAARE in Nürnberg. Vom 6. bis zum 8. November ist in Paris die Weltmeisterschaft der Friseure angesagt – das größte Friseur-Event der Welt. Auf Einladung des Landesinnungsverbandes tritt das WM-Team in Nürnberg auf der HAARE auf und zeigt, was es kann.

Insgesamt gehen neun Teams des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) in Paris an den Start. Training und Vorbereitungen von Teams und Teilnehmern laufen auf Hochtouren, aber in Nürnberg wird der letzte offizielle Auftritt sein. ZV-Art Director Franz-Josef Küveler ist mit dem Stand der Dinge sehr zufrieden und vom guten Abschneiden seiner Teams überzeugt. „Die deutschen Akteure haben auf internationalem Parkett in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist.“

Wie gut unsere WM-Friseure sind, davon können sich alle Besucher der HAARE am 10. Oktober überzeugen. Die Mannschaften in der Sonderklasse Damen und Herren, Junioren Damen und Herren sowie etliche Einzelstarter treten in den original Disziplinen der Weltmeisterschaft gegeneinander an. Es ist ihr letzter öffentlicher Auftritt vor der WM.

Die Chancen der deutschen WM-Teams stehen gut. Trainer und Experten sehen optimistisch nach Paris. LIV-Creativdirektor Winfried Löwel ist von einem guten Abschneiden überzeugt: „Wir sind vorne mit dabei.“ Seit Jahren staunt die internationale Konkurrenz über die kreative und technische Perfektion der deutschen Akteure. Schließlich gehören die ZV-Teams seit langem zur internationalen Spitze. Im Jahr 2008 triumphierten die ZV-Teams gleich in allen Disziplinen und holten die Doppel-Weltmeisterschaft im Damen- und Herrenfach sowohl in der Senioren- als auch in der Juniorenklasse.

„Wir haben eine reelle Chance auf das Siegertreppchen zu kommen“, so Winfried Löwel, Creativdirektor des Landesinnungsverbandes, im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft der Friseure. „Es herrscht ein wahnsinnig guter Spirit in der Mannschaft“, kann Löwel bestätigen. „Die Chancen sind hervorragend, dass Deutschland dieses Mal auch wieder einen Titel holt.“